Über dieses Tool
Für Abfindungen gibt es keine einzige, standardisierte Formel. Ob Sie überhaupt Anspruch auf eine Abfindung haben — und wenn ja, in welcher Höhe — hängt stark davon ab, in welchem Land Sie arbeiten, in welchem Bundesland, in welcher Branche, von Ihrem individuellen Arbeitsvertrag und von der spezifischen Richtlinie Ihres Unternehmens, die alle enorm voneinander abweichen können. Vielerorts gibt es überhaupt keine allgemeine gesetzliche Pflicht zur Zahlung einer Abfindung; wo Gesetze oder übliche Praktiken existieren, unterscheiden sie sich stark darin, was sie vorschreiben oder lediglich nahelegen.
Dieser Rechner verwendet eine häufig zitierte Faustregel — eine feste Anzahl von Gehaltswochen pro Dienstjahr — ausschließlich als groben, veranschaulichenden Ausgangspunkt. Sie können den Satz der Wochen pro Jahr anpassen, da es keine einzige richtige Zahl gibt, und Sie können einen optionalen Pauschalbetrag hinzufügen, da viele reale Abfindungspakete einen solchen enthalten (oft im Austausch für die Unterzeichnung eines Verzichts oder einer Freistellungsvereinbarung). Betrachten Sie das Ergebnis als grobe Orientierungsgröße für ein informelles Gespräch, niemals als Rechtsanspruch — für alles, was tatsächlich zählt, konsultieren Sie einen Fachanwalt für Arbeitsrecht, Ihre Personalabteilung oder den Text Ihres Arbeitsvertrags.
Häufige Fragen
Warum variiert der Satz „Wochen pro Jahr" so stark?
Weil es tatsächlich keinen universellen rechtlichen Standard für Abfindungen gibt — anders als beispielsweise beim Mindestlohn, der zumindest in den meisten Rechtsräumen eine spezifische gesetzlich definierte Zahl hat. Abfindungen können durch gesetzliche Mindestbeträge geregelt sein, die je nach Land/Bundesland variieren, durch Tarifverträge, individuelle Arbeitsverträge, Unternehmensrichtlinien, die über jeden gesetzlichen Mindestbetrag hinausgehen, oder durch Ad-hoc-Verhandlungen zum Zeitpunkt der Kündigung (manchmal beeinflusst durch Betriebszugehörigkeit, Seniorität, Kündigungsgrund oder ob Sie gebeten werden, einen Verzicht auf Rechtsansprüche zu unterschreiben). Der anpassbare Satz dieses Tools existiert speziell, damit Sie die Zahl eingeben können, die für Ihre Situation tatsächlich relevant ist — aus Ihrem Mitarbeiterhandbuch, Ihrem Vertrag oder dem spezifischen Arbeitsrecht Ihres Rechtsraums — anstatt einen einzigen Standardwert als universell korrekt zu behandeln.
Berücksichtigt dies nicht genutzte Urlaubstage oder andere Leistungen?
Nein — dieser Rechner schätzt NUR die Komponente „Wochen Gehalt pro Dienstjahr", wie im Haftungsausschluss beschrieben. Echte Kündigungspakete umfassen oft mehrere wirklich separate Elemente, die dieses Tool nicht zu berechnen versucht: Auszahlung für aufgelaufenen, aber nicht genutzten Urlaub/PTO (oft eine gesetzliche Anforderung unabhängig von der Abfindung an vielen Orten), Fortführung von Krankenversicherungsleistungen für einen Zeitraum (COBRA-Stil in den USA oder Äquivalent anderswo), Behandlung nicht ausgeübter Aktienoptionen, Outplacement-Dienste oder andere ausgehandelte Bedingungen. Fügen Sie diese separat anhand Ihrer eigenen Aufzeichnungen/Dokumentation hinzu, anstatt zu erwarten, dass dieses Einzelformel-Tool Ihr gesamtes Vergütungspaket erfasst.